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Wandlasuren, Bindemittel & Rohstoffe für Farben und Oberflächen

In dieser Kategorie finden Sie Bindemittel und Rohstoffe zum Herstellen, Abtönen und Modifizieren von Wandfarben und Lasuren. Dazu gehören Kasein- und Cellulosebindemittel, ein transparentes Wandlasur-Bindemittel, Safloröl und Sikkativ sowie weitere Produkte für spezielle Farb- und Oberflächenanwendungen.


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Bindemittel und Rohstoffe im ABW Shop

Wandlasur-Bindemittel



Das Kreidezeit Wandlasur-Bindemittel ist ein transparentes Bindemittel für Wandlasuren, Wischtechniken, Schablonierungen und transparente Putzfestigungen im Innenbereich.



Es wird als Pulver geliefert und besteht aus Milchkasein, Methylcellulose und Soda. Nach dem Anrühren mit Wasser können geeignete Erd- und Mineralpigmente eingearbeitet werden. Durch unterschiedliche Verdünnung lassen sich transparente bis stärker pigmentierte Lasuren herstellen.



Der Hersteller gibt einen sd-Wert von unter 0,01 m an. Das Produkt ist frei von Konservierungsstoffen und eignet sich für saugfähige und tragfähige Untergründe wie Kalkfarben, Kalkputze, Lehmputze, Gipskarton, Malervlies und Raufaser.



Für die farbliche Gestaltung finden Sie passende Pigmente & Zuschlagstoffe im Sortiment.





Kasein als Bindemittel



Das Kasein Bindemittel von Kreidezeit besteht aus getrocknetem Milchkasein.



Kasein ist zunächst nicht wasserlöslich. Durch die Zugabe eines alkalischen Stoffes wie Soda oder Kalkhydrat wird es aufgeschlossen und kann anschließend als Bindemittel eingesetzt werden.



Damit lassen sich unter anderem Kaseinfarben, Grundierungen und Spachtelmassen herstellen. Je nach Rezeptur kann das Bindemittel außerdem mit Pigmenten, Kalk oder Ölen kombiniert werden.



Das Produkt wird in Pulverform angeboten und ermöglicht dadurch die Herstellung eigener Farbrezepturen aus definierten Einzelkomponenten.





Methylcellulose als Farbenleim



Der Farbenleim Glutolin L besteht aus Methylcellulose und wird vor der Verarbeitung mit Wasser angerührt.



Methylcellulose dient als wasserlösliches Bindemittel beziehungsweise Leim. Der Farbenleim kann zur Herstellung von Leimfarben, für Vorleimungen und entsprechend der jeweiligen Rezeptur auch für Kalkfarben eingesetzt werden.



Im Gegensatz zum Milchkasein muss Methylcellulose nicht erst mit einem alkalischen Zusatz aufgeschlossen werden.





Safloröl und Sikkativ



Safloröl von Kreidezeit wird aus den Samen der Färberdistel gewonnen und besteht laut Produktdeklaration ausschließlich aus Safloröl.



Im Bereich Wandfarben kann es beispielsweise in definierten Mengen als Zusatz zu Kasein-Marmormehlfarbe eingesetzt werden. Darüber hinaus wird es für Holzoberflächen im Innenbereich verwendet. Safloröl vergilbt vergleichsweise wenig und eignet sich deshalb besonders für helle Oberflächen und Farbrezepturen.



Das Sikkativ von Kreidezeit ist dagegen kein eigenständiges Anstrichmittel, sondern ein Trockenstoff für trocknende Öle, Ölfarben und Öllasuren.



Es besteht aus einer Mangan-Fettsäure-Verbindung und aromatenfreiem Testbenzin. Das Produkt ist cobalt-, blei- und bariumfrei. Bei Ölen wird es nur in geringer Dosierung zugesetzt; der Hersteller gibt maximal 1 % bezogen auf den Ölanteil an.





Material- und Produkteigenschaften



Bei den Produkten dieser Kategorie finden sich unter anderem folgende Eigenschaften:




  • Milchkasein als Bindemittel und Rohstoff für selbst hergestellte Farben und Grundierungen,

  • Methylcellulose als wasserlösliches Bindemittel bei Farbenleim und Wandlasur-Bindemittel,

  • Soda als alkalischer Bestandteil verschiedener Kaseinsysteme,

  • Pulverprodukte zum Anrühren mit Wasser bei verschiedenen Bindemitteln,

  • Wandlasur-Bindemittel ohne Konservierungsstoffe,

  • sd < 0,01 m beim Kreidezeit Wandlasur-Bindemittel,

  • Safloröl ohne weitere Zusätze beim entsprechend deklarierten Kreidezeit-Produkt,

  • Mangan-Fettsäure-Verbindung als Trockenstoff im Sikkativ,

  • sowie cobalt-, blei- und bariumfreies Sikkativ.



Gerade bei diesen Produkten ermöglichen die Angaben zu den Einzelrohstoffen eine gezielte Auswahl und das Herstellen eigener Rezepturen.





Wandlasuren mit Pigmenten gestalten



Wandlasuren sind transparente beziehungsweise durchscheinende Beschichtungen. Anders als eine deckende Wandfarbe bleibt der darunterliegende Untergrund sichtbar und beeinflusst die Farbwirkung.



Besonders geeignet sind helle, gleichmäßig saugende und leicht strukturierte Oberflächen. Je nach Auftrag mit Streichbürste, Schwamm, Tuch oder anderen Werkzeugen entstehen unterschiedliche Farbverläufe und Strukturen.



Beim Kreidezeit Wandlasur-Bindemittel werden die gewünschten Pigmente zunächst mit Wasser eingesumpft und anschließend in das angerührte Bindemittel eingerührt. Die Farbintensität lässt sich über Pigmentmenge und Verdünnung beeinflussen.



Für Lasurtechniken eignen sich insbesondere dafür freigegebene Erd- und Mineralpigmente.





Welches Bindemittel oder welcher Rohstoff passt zu meinem Projekt?



Für die Auswahl sind insbesondere folgende Punkte wichtig:




  • Soll eine transparente Wandlasur oder eine deckende Farbe hergestellt werden?

  • Wird Milchkasein, Pflanzenkasein oder Methylcellulose als Bindemittel benötigt?

  • Soll ein fertiges Bindemittelpulver oder eine eigene Grundrezeptur verwendet werden?

  • Welche Pigmente sollen eingesetzt werden?

  • Ist der vorhandene Untergrund ausreichend tragfähig und saugfähig?

  • Soll ein Bindemittel für Kalk-, Kasein- oder Leimfarben verwendet werden?

  • Wird ein Öl als Zusatz zu einer Farbrezeptur benötigt?

  • Muss die Trocknung eines trocknenden Öls oder einer Ölfarbe gezielt beschleunigt werden?

  • Ist eine transparente Putzfestigung vorgesehen?



Bei selbst zusammengestellten Farbrezepturen sollten Mischungsverhältnisse und Verarbeitungshinweise des jeweiligen Herstellers eingehalten werden.





Untergrund und Vorbereitung



Bei Wandlasuren beeinflusst der Untergrund das spätere Erscheinungsbild besonders stark. Er sollte tragfähig, sauber und gleichmäßig saugfähig sein.



Je nach Untergrund und Farbsystem kann zuvor eine passende Grundierung, Vorbehandlung oder Haftbrücke erforderlich sein.



Helle, fein strukturierte Oberflächen eignen sich besonders für transparente Lasurtechniken, weil Untergrundstruktur und Grundfarbton durch die Lasur sichtbar bleiben.





Fachberatung bei ABW



Wenn Sie Bindemittel, Pigmente oder Rohstoffe selbst zu einer Farbe oder Wandlasur kombinieren möchten, beraten wir Sie zu geeigneten Komponenten, Mischungsverhältnissen und Untergründen.



An unserem Standort in Berlin-Neukölln, telefonisch oder per E-Mail beraten wir zu Naturfarben, Pigmenten, Wandlasuren und traditionellen Farbrezepturen.


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