Unsere Baustellenworkshops verbinden fundierte Theorie, intensive Praxis und reale Umsetzung direkt am Objekt. Unter Anleitung einer erfahrenen Fachperson werden hochwertige Kalkoberflächen nicht nur erläutert, sondern gemeinsam fachgerecht ausgeführt. Die Workshop-Leitung arbeitet aktiv mit. Teilnehmer lernen durch eigenes Arbeiten ebenso wie durch das Beobachten professioneller Verarbeitungsschritte im direkten Ausführungsprozess. Jeder Workshop widmet sich ausschließlich einer Technik – für maximale fachliche Tiefe und sichere Ergebnisse.
Verbindliche vorbereitende Projektbesprechung
Vor jedem Workshop findet eine vorbereitende Abstimmung mit dem Bauherrn statt.
Inhalte der Besprechung:
- Auswahl der Technik
- Festlegung geeigneter Wandflächen
- Abstimmung des Untergrundaufbaus
- Definition der Übungsflächen
- Materialbedarfsermittlung
- Zeitlicher Ablauf
- Organisatorische Rahmenbedingungen
Diese Vorbesprechung stellt sicher, dass der Workshop fachlich sinnvoll durchgeführt werden kann und keine unnötigen Verzögerungen entstehen.
Voraussetzungen vor Workshopbeginn
Folgende Punkte müssen vor Beginn erfüllt sein:
- Die Übungsflächen sind fachgerecht vorbereitet.
- Die final vorgesehenen Wandflächen sind entsprechend der abgestimmten Untergrundanforderungen vorbereitet.
- Sämtliche zu verarbeitenden Materialien befinden sich vollständig auf der Baustelle.
- Baustellenzugang, Strom- und Wasseranschluss sind sichergestellt.
- Ausreichende Arbeitsflächen stehen zur Verfügung.
Unzureichend vorbereitete Untergründe oder fehlende Materialien können den Ablauf beeinträchtigen oder zu einer Anpassung des Leistungsumfangs führen.
Workshopablauf
1. Theoretische Einführung
- Material- und Systemkunde
- Bauphysikalische Eigenschaften von Kalk
- Anforderungen an Untergründe
- Vorbereitung und Haftgrundsysteme
- Werkzeugkunde
- Einfärben mit Pigmenten
- Typische Fehlerbilder und deren Vermeidung
2. Praktische Übungsphase
- Arbeiten auf vorbereiteten Probewänden
- Techniktraining unter direkter Anleitung
- Korrekturen im laufenden Prozess
- Sicherheit im Schichtaufbau und in der Oberflächenbearbeitung
3. Umsetzung auf den finalen Wandflächen
Die Workshop-Leitung entscheidet auf Grundlage der Baustellensituation, welche Flächen im Rahmen des Workshops realistisch und qualitativ sicher umsetzbar sind.
Wünsche des Bauherrn werden berücksichtigt; die fachliche Entscheidung über Umfang und Machbarkeit liegt bei der Workshop-Leitung.
Je nach Technik umfasst die Umsetzung:
- Mehrlagiger Materialaufbau
- Verdichtungstechniken
- Polieren und Oberflächenfinish
- Detailausbildung (Ecken, Anschlüsse, Übergänge)
4. Seifenbehandlung und Oberflächenveredelung
Alle im Workshop ausgeführten Kalktechniken werden abschließend geseift.
Die Seifenbehandlung bewirkt:
- erhöhte Wasserabweisung
- reduzierte Schmutzanfälligkeit
- verbesserte Oberflächenverdichtung
- Erhalt der Diffusionsoffenheit
Dadurch entsteht eine widerstandsfähige, wasser- und schmutzabweisende, zugleich diffusionsoffene Oberfläche mit charakteristischer Tiefenwirkung.
Workshopthemen & Dauer
Kalkglätte
Dauer: 1 intensiver Arbeitstag (ca. 8–9 Stunden)
Tadelakt
Dauer: 2 intensive Arbeitstage
Marmorino
Dauer: 2 intensive Arbeitstage
Alle Techniken beinhalten die abschließende Seifenbehandlung zur funktionalen Oberflächenveredelung.
Teilnehmerstruktur
* Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen
* Optimal: 3–6 Personen
* Maximal: 8 Personen (abhängig von Baustellengröße)
Material & Werkzeug
* Spezialwerkzeuge werden für die Dauer des Workshops gestellt.
* Das eingesetzte Material wird über die ABW bezogen.
* Empfohlenes Werkzeug kann im Anschluss erworben werden.
Teilnahmezertifikat
Auf Wunsch erhalten die Teilnehmer ein ABW-Teilnahmezertifikat über die absolvierte Technik.
Das Zertifikat bestätigt die Teilnahme am praktischen Intensiv-Workshop, ersetzt jedoch keine handwerkliche Ausbildung.
ABW Baustellenworkshop außerhalb Berliner Stadtgrenze
Für Baustellenworkshops außerhalb des Berliner Stadtgebiets, insbesondere im Land Brandenburg, erfolgt die Durchführung und Preisgestaltung auf Anfrage, da An- und Abfahrtszeiten sowie organisatorischer Mehraufwand individuell berücksichtigt werden müssen.