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Zisternen und Regenwassertanks

Ansprüche an die Regenwassertanks bzw. Zisternen:

Der Regenwassertank ist das zentrale Element jeder Anlage. Vorweg - Die Auswahl des Regenwassertanks sollte sich an den örtlichen Verhältnissen ausrichten, den es gibt kein Speichersystem das alle Vorteile auf sich vereinigt.

Übersicht der Vor- und Nachteile der einzelnen Regenwassertank -Systeme

• richtige Größe / Dimensionierung
• kontrollierte, beruhigte Wasserführung im Speicher
• stabile und langlebige Materialien
• variable Anschlussmöglichkeiten
• Montage- und Transportfreundlichkeit
• Schutz gegen Schmutz, Tiere, Frost etc.
• geeigneter Standort

Bilderserie Versetzen einer Betonzisterne

Zur Online-Berechnung (Dimensionierung) von Regenwassertanks und Zisternen

Erdspeicher aus Beton und Kunststoff:

Zisterne, Regenwassertank, Regentank
Regenwassertanks aus Beton sind zu empfehlen, wenn eine LKW -Befahrbarkeit der Zisterne erforderlich ist wie im Bereich der Garagenzufahrt . Die verbreitete Meinung, dass das Regenwasser im Betonspeicher neutralisiert wird ist zwar faktisch richtig. Allerdings kann dieser Effekt auch bei den Kunststoffzisternen durch die Zugabe von ca. 10 kg Marmorbruch erreicht werden.  Zisternen aus Kunststoff haben den Vorteil des leichten Gewichtes. Damit kann die Zisterne je nach Größe mit 2 bis 4 Helfern auch in schwer zugänglichen Geländen versetzt werden. Ideal sind unsere anschlussfertigen Regenwasser Komplettanlagen. Die Speicher sind als Beton- oder Kunststoffzisterne komplett vormontiert und die kompakten  Regenwasserzentralen reduzieren den Montageaufwand auf ein Minimum. Montagefehler werden dadurch so gut wie ausgeschlossen.

Regenwasserspeicher im Keller:

Kellertank
Der Einsatz von Kellertanks ist empfehlenswert, wenn andere Installationsorte (z.B. Garten) nicht zur Verfügung stehen. Durch den modularen Aufbau können die Einzeltanks einfach im Haus transportiert und montiert werden. Achten Sie unbedingt auf die vorhandene Stellfläche, Kellerhöhe und vorhandene Türbreite. Um optimale Verhältnisse wie bei den Erdspeichern zu ermöglichen, sollte auf eine kühle Lagertemperatur geachtet werden. Weiterhin ist für den Überlauf die Rückstauebene zu beachten und ggf. durch geeignete Maßnahmen abzusichern. Sicherungsmaßnahmen können das Anbringen einer Rückstauklappe im Überlauf sein und/oder ein Zuflussbegrenzer im Speicherzulauf.

Kellertanks stellen ein vollständiges Regenwasserspeichersystem dar mit allen erforderlichen Zusatzeinrichtungen. Für jede Behältergröße gibt es zwei verschiedene Behältertypen. Der Basisspeicher (Grundspeicher) wird immer nur einmal pro Speicherbatterie benötigt und ist mit einem Zu- und Überlauf, Einlaufberuhiger und Überlaufsiphon ausgestattet. Die Zusatzspeicher (Erweiterungsspeicher) werden nun in entsprechender Anzahl mit dem Basisspeicher zusammengeschlossen. Damit lässt sich auf einfache Weise ein Regenwasserspeicher in der gewünschten Gesamtkapazität zusammenstellen. Diese beträgt für einen 4-Personenhaushalt je nach Art und Umfang der Verwendung zwischen 4.000 bis 6.000 Liter.

Wasserführung in der Zisterne:

Zulaufberuhiger, Einlaufberuhiger
Eine beständig gute Wasserqualität wird neben der Filterung durch den beruhigten Wassereinlauf (Zulaufberuhiger) in den Regenwassertank ermöglicht. Dadurch, das das Regenwasser bis zum Boden der Zisterne geleitet wird, wird Sauerstoff eingebracht. Hierdurch können organische Substanzen von Mirkroorganismen aerob (mit Sauerstoff) abgebaut werden. Durch das Fehlen eines Zulaufberuhigers = Einlaufberuhiger kann es bei größeren Regenwassertanks zu anaeroben Abbauprozessen der Mikroorganismen kommen. Anaerobe (ohne Sauerstoff) Abbauprozesse führen zu "stinkendem Wasser". Außerdem ist eine ungestörte Sedimentation und mindestens zweimalige Überlaufen (Selbstreinigung) der Zisterne erforderlich.

Regenwasserfilterung & die 1. Reinigungsstufe

Eine wesentliche Bedingung für eine dauerhaft gute Wasserqualität ist die Feinfilterung bevor das Regenwasser in den Speicher gelangt. Weiter Informationen zu Regenwasserfiltern....

Sedimentation & die 2. Reinigungsstufe

Die Selbstreinigung des zuvor gefilterten Regenwassers in der Zisterne erfolgt im wesentlichen durch die Sedimentation. Feinstpartikel ( kleiner 0,2 mm), die bei der Filterung nicht zurückgehalten wurden, sinken langsam zu Boden und bilden dort eine Sedimentschicht. Diese Schicht nimmt pro Jahr um ca. 1-2 mm zu, auf der sich mit der Zeit ein biologischer Rasen bildet. Dieser Rasen oder auch Biofilm genannt, führt zum weitgehenden Abbau der organischen Schmutzstoffe im Sediment. Dieser biologische Prozess wird seit jeher in der Abwassertechnik genutzt und entspricht den Mechanismen der "natürlichen Selbstreinigungskraft" von Gewässern.
Wird nicht oder schlecht gefiltertes Wasser der Zisterne zugeführt, ist das "zuviel" an Schmutzstoffen der Grund dafür, dass die Selbstreinigungskraft nicht ausreicht und das Wasser umkippt, stinkt und faulig wird.
Um die Reinigungsfunktion zu unterstützen, wird das Regenwasser von unten nach oben über den beruhigten Zulauf in den Regenwassertank geführt. Selbst feinste Schwebstoffe setzen sich rasch ab, ohne die Sedimentschicht aufzuwirbeln. Folglich wird der Biofilm im Sediment stets mit frischem, sauerstoffreichem Wasser versorgt. Bei Beachtung dieser Regeln sollte eine Teilreinigung von der Sedimentschicht nicht vor 5-7 Jahren Betriebsdauer erforderlich sein.

Überlaufen der Zisterne & die 3. Reinigungsstufe

Überlaufsiphon
Der Zisternenüberlauf mittels Überlaufsiphon ermöglicht das Abschwemmen von feinen Schwimmstoffen (z.B. Blütenpollen) und verhindert das Eindringen von Gasen aus dem Kanal. Der hierfür extra angeschrägte Überlaufsiphon bewirkt eine starke Oberflächenströmung (Sogeffekt) um möglichst alle Schwimmstoffe aus der Zisterne zu entfernen. Der wie ein Schwanenhals geformte Siphon verhindert das Eindringen von Kanalgasen in den Speicher (Geruchsverschluss). Bei einer richtig dimensionierten Speichergröße läuft der Speicher mindestens zweimal im Jahr über und gewährleistet die Aufrechterhaltung des natürlichen Selbstreinigungssystems.

Wasserentnahme über die schwimmende Ansaugung - die 4. Reinigungsstufe:

schwimmende Entnahme
Bei der schwimmenden Entnahme handelt es sich um eine am Saugschlauchende montierte Schwimmerkugel. Diese Kugel ermöglicht einen Ansaugpunkt von ca. 15 cm unterhalb der Wasseroberfläche. Unabhängig vom aktuellen Füllstand der Zisterne kann so das sauberste Wasser aus der Zisterne gepumpt werden. Es wird zwischen zwei Arten von schwimmenden Entnahmen unterschieden. Schwimmende Entnahme mit Ansaug Grob Filter (SAGF) und mit Ansaug Fein Filter (SAFF). Bei einer guten Vorfiltering mit einem Regenwasserfilter reicht ein Grobfilter nicht aus.