Selbstreinigende Regenwasserfilter sind grundsätzlich zwischen Erd-/ Zisternenfiltern und Fallrohrfilter zu unterscheiden. Sie leiten das mit Moosen und anderen Schmutzstoffen verunreinigte Dachablaufwasser über feine Filtereinsätze aus Edelstahl (ca. 0,2mm). Das Wasser gelangt über schräg stehende Filtergewebe in den Wasserspeicher. Diese schräge Ausrichtung führt bei richtiger Wasserführung im Regenwasserfilter zu sehr hohen Wasserausbeuten ohne, dass sich Schmutzstoffe am Filtersieb ablagern können. Jedoch sollten auch hochwertige Regenwasserfilter 1 bis 2 mal im Jahr gesäubert werden, um eine optimale Feinfilterung zu ermöglichen. Das restliche Wasser (i.d.R. kleiner 10%) führt den zurückgehaltenen Schmutz unmittelbar in den Ablauf des Filters. Damit verbleiben keine Verunreinigungen im Regenwasserfilter bzw. Regenwassertank. Folglich sind gute selbstreinigende Regenwasserfilter am besten geeignet, die Anforderungen zu erfüllen.
Andere Filtertypen wie Gewebefilter, Sandfilter oder vergleichbare Konstruktionen können wir nicht empfehlen. Die Gründe sind die durchweg schlechten Erfahrungen und technischen Mängel. Unabhängig von der Ausführung und des Filtermaterials (Porenbeton, Kies, Kokosvlies usw.) werden die Verunreinigungen nicht selbständig entfernt. Dies führt meist zu Anhäufung der Verschmutzung und in Ausnahmen zum Wasserrückstau. Die Folgen sind unerwünschte Wasserverluste und eine qualitativ schlechte Regenwasserfilterung. Das Zurückhalten führt mit der Zeit dazu, dass Blätter etc. (organisches Substrat) verfaulen bzw. "kompostieren" und als Zersetzungsprodukte in den Regenwassertank gespült werden. Dadurch wird die Wasserqualität wesentlich verschlechtert und geht oft mit einem Aufwuchs im Filter und fauligen Gerüchen im Regenwassertank einher.