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Lexikon

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A

Abflussbeiwert

Dermittlere Jahresniederschlag, die Größe,das Materialund die Beschaffenheit der Dachfläche sind maßgebend dafür, wie viel Regenwasser imTank gesammelt werden kann.

Diewirklich nutzbare Niederschlagsmenge ist geringer alsdie Regenmenge, die auf das Dach fällt. EinTeil davon geht durch Verdunstung,Mulden und Spalten im Dach verloren.Das Verhältnis von nutzbarer Regenmenge zurNiederschlagsmenge die auf das Dach fällt,wird als Abflussbeiwertbezeichnet.

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Anschlusskanal

Der Anschlusskanalwird auch als Hausanschlussleitungbezeichnet und ist ein Kanal an der Grenze zwischen demeigenen Grundstück dem dem öffentlichenkommunalen Abwasserkanal.

   

B

Bemessungsregenspende

Die Bemessungsregenspendeist die durchschnittliche Regenspende, nach der die einzelnen Bauteile der Entwässerungsanlagez.B. Kanäle, aber nicht dieRegenwasseranlage bemessen sind. EineRegenwasseranlage wird aus den mittlerenJahresniederschlagswerten berechnet.

   

beruhigterZulauf

Derberuhigte Zulauf führt das gefilterteRegenwasser strömungsberuhigt in dieZisterne. Dadurch wird ein Aufwirbeln der Sedimentschichtauf einfache und wirkungsvolle Weise verhindert. 

   

Betriebsdruck

Der auch als "Netzdruck"bezeichnete Betriebsdruck bezeichnet denDruck innerhalb des Rohrnetzes. BeiRegenwasseranlagen ist die meist der Druckder druckseitig von der Pumpe anliegt.

   

Betriebswasser(Brauchwasser)

Betriebswasserist in Gebäuden genutztes Wasser, daskeine Trinkwasserqualität aufweisen muss.Nicht zu verwechseln mit Grauwasser.

   

Betriebswasserbedarf

Dergesamte Bedarf an Wasser für alleVerbraucher, für die keine Trinkwasserqualitäterforderlich ist (WC, Waschmaschine, Garten).

   

Betriebwasserangebot

Der gesamte Ertrag an Regenwasser(Betriebswasser) durch die angeschlossene zuentwässernde Fläche (meist Dachfläche).

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D

Dachablaufwasser

Dachablaufwasserist das von den Dächern ablaufendeRegenwasser. Die Reinheit/Qualität istvon der Dachart und des Dachmaterials undden darauf abgelagerten Stoffen abhängig.

   

Domschacht

Der Domschacht ermöglicht im Bedarfsfall(z.B. Filtersiebreinigung) eineZugänglichkeit zur Zisterne. Diese Öffnungreicht von der Geländeoberkante bis zurunterirdisch installierten Zisterne.siehe auch Reinigungsöffnung

   

Druckerhöhungsanlage

DieDruckerhöhungsanlage besteht meist auseiner Pumpe, Manometer und Druckreglerund sorgt für einen gleichmäßigenoder im Bedarfsfall erhöhten Betriebsdruckim Leitungsnetz.

    

Druckstoß

Druckstößeentstehen z.B. durch schnell schließendeVentile, sodass plötzliche Änderungen der Druckverhältnisse in einerDruckleitung auftreten. FürRegenwasseranlagen sind die in den Durchflusswächternintegrierten Druckausgleichbehälterausreichend. 

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E

Eigenwasserversorgung

DieEigenwasserversorgung ist eine Anlage für private Zweckeder eigen genutzten Wasserversorgung. Regenwasser-Nutzungsanlagen werdenoft grundsätzlich als Eigenwasserversorgungsanlagen betrachtet.

   

F

Feinpartikel

Die Feinpartikelsind feinsteVerunreinigungen im Dachablaufwasser wieBlütenpollen und  Feinstäube. VomDach abgespült, können die Feinpartikelaugrund der sehr kleinen Größe von wenigerals 0,2 mm nicht mehr vom Filter zurückgehaltenwerden und gelangen daher über denZisternenüberlauf aus dem Wasserspeicher.

    

Filter

Regenwasserfilterbewirken eine Abtrennung von z.B. Blättern,Zweigen, feine Moose, Blüten, Kleininsekten unddergleichen. Qualitativ hochwertigehalten nicht nur Feststoffe zurück, sondern FilterSpülen diese sofort in den Abwasserkanaloder bei einer anschließenden Versickerungin eine entsprechende Vorrichtung. 

   

Förderhöhe der Pumpe

DieFörderhöhe ist die maximale Höhe, die die Pumpe das Regenwasserhoch pumpen kann.

   

Fördervolumen der Pumpe

DasFördervolumen ist das maximale Volumen, dasdie Pumpe bei einer bestimmten Förderhöhenoch pumpen kann.

   

Frostfreiheit

Leitungen müssen grundsätzlich in frostfreier Tiefe eingebautwerden. Dies gilt insbesondere für die zum Betriebssystem von Regenwassernutzungsanlagen gehörenden und außerhalb der Gebäudegrundflächeliegenden Leitungen. Die Frostfreigrenze variiert je nachRegion und liegt in Deutschland meist zwischen 60 cm und 1 m.

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G

Gefälle

DasGefälle ist die angegebene Höhendifferenz derRohrleitungssohle (meist in cm/1m angegeben). Beispiel:2,5% Gefälle bedeuten einen Höhenunterschied von2,5 cm für jeden Meter Rohrleitung.

   

Geruchsverschluss

DerGeruchsverschluss verhindert das Eindringen von Kanalgasen inden Regenwasserspeicher. DerGeruchsverschluss  ist im Überlaufsiphonintegriert, der wie ein"Schwanenhals" ausgeführt ist..

   

Grauwasser

Dem Privathaushaltsbereich entstammendes leicht verschmutztes Wasser, das aus Duschen, Badewannen und Spültischen stammt. Nach seiner Aufbereitung kann das Grauwasserals Betriebswasser für Toilettenspülung genutzt werden.

H
Hauswasserzentrale

siehe Nachspeisemodul/Systemsteuerung

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I
Industriefilter

SelbstreinigendeFilter für Industrie- und Gewerbemit Dachflächen größer 800 m².

    

J

Jahresniederschlag

Der Jahresniederschlag gibt die Regenmenge in Liter pro Quadratmeter und Jahran. Den für Sie zutreffendenNiederschlagswert an Ihrem Wohnort entnehmen Sie bitte der Kartemittlere Jahresniederschläge.

K

Kreislaufnutzung

Daseingesetzte Wasser wird in offenen oder geschlossenen Kreisläufen zurmehrfach wieder verwendet.

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M

Mindestgefälle

DasMindestgefälle ist eine nach der DIN genormte Gefällehöhe der Rohrleitung.

   

Mischsystem

DasRegen- und Schmutzwasser (häuslicheAbwasser) wird gemeinsam in einem Entwässerungssystem(Kanal) abgeleitet. Nachteilig ist, dassim Regenwetterfall die Regenmenge denSchmutzwasseranteil um ein vielfaches übersteigen kann. sieheauch Trennsystem

    

N

Nachspeisemodul/Systemsteuerung

Diese stellen den letzten Stand der Technikbei der Regenwassernutzung dar. Beiden kompakten Hauswasserstationen (auch Steuer- undFördermodule genannt) werden die Systemsteuerung, der hausinterne Nachspeisebehälter und diePumpe als komplettes Modul vormontiertgeliefert. Dadurch wird die Montagezeit stark verkürzt. Weiterhin werden alle technischen Vorschriften, wie z.B. die DIN1988 oder DVGW eingehalten.Die Hauswasserstationen übernehmen die vollautomatische Steuerung der gesamten Regenwasser-Nutzungsanlage. Bei Trockenheit(kein Wasser mehr im Speicher) schaltetdie Steuerung selbständig auf Trinkwasserbetrieb um. Dieses Trinkwasser wird aus dem hausinternen Nachspeisebehälter direkt über diePumpe in das Betriebswassernetz geleitet. Da der Regenwasserstand in der Zisterne überwacht wird, schaltetdie Steuerung bereits nach einem kurzen Regenschauer wieder auf Regenwasserbetrieb um, wodurch der Trinkwasserverbrauch auf ein Minimumreduziert werden kann.

   

Nenndruck

Bei20°C zulässiger Betriebsdruckin bar.

   

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P

Pumpenkennlinie

Zeigtden Zusammenhang zwischen der Förderhöheund Förderstrom der Pumpe bei einer konstanten Drehzahl.

Beispielder Pumpenkennlinie Multi Eco.

   

Pumpensaugleitung

DieSaugleitung ist die Leitung, aus der diePumpe das Wasser aus der Zisterne ansaugt. Als Saugleitungempfehlen wir Ihnen einen flexiblen Gummischlauch mitSpiraleinlage. Die Druckleitung der Pumpe,ist also die Leitung, die von der Pumpe zuden Verbrauchsstellen hinführt.

    

R

Regenfallleitung

Diesenkrechten Fallrohre dienen zum Ableiten des Regenwassers vonden Dachflächen, Balkonen oderähnlichem.

   

Regenwasserspeicher

DerRegenwasserspeicher ist ein Wassertank unddient zum Sammeln von Regenwasser.

   

Reinigungsöffnung

DieReinigungsöffnung ermöglicht denmöglichst problemlosen Zugang zur Wartung undzur Reinigung des  Regenwasserspeichers.Die Öffnung sollteso installiert sein, dass notwendigeMaßnahmen den geregelten Betrieb der Anlage nichtbeeinträchtigen.

   

Rückstauebene

DieRückstauebene ist die Höhe (sofernkeine andere Daten vorliegen) der Oberkanteder am Gebäude anliegenden Straße. SolltenEinrichtungen zur Grundstücksentwässerungunterhalb der Rückstauebene liegen,müssen geeignete Maßnahmen (z.B.Hebeanlage, Rückstauverschluss) getroffenwerden. Ziel der Maßnahme ist einEindringen von Abwässern aus den öffentlichen Regen- und Mischwasserkanälendurch Rückstau zuverhindern.

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S

Schaltautomat

DieSchaltautomaten oder auch Durchflusswächtergenannten Geräte schalten die Pumpe aus oder ein. Unabhängig vom Pumpentyp(Tauch- oder Saugpumpe) wird der Betriebsdrucküberwacht. Sinkt der Betriebsdruck durchdas Öffnen eines z.B. Wasserhahns unter denvorher eingestellten Betriebsdruck (meist2.0 bar), schaltet der Schaltautomatautomatisch die Pumpe ein. Umgekehrt wirddie Pumpe wieder abgeschaltet, wenn keinWasser mehr den Schaltautomatendurchströmt.

Schwimmende Entnahme

Dieschwimmende Entnahme ist eine Saugleitungan deren Ende eine Schwimmerkugel befestigtist. Damit wird nur das sauberste Wasser ausder Zisterne angesaugt, da eineSchwimmerkugel den Saugschlauch kurz unter der Wasseroberflächehält.

   

T

Trennsystem

UnterTrennsystem wird die getrennteAbleitung  vonRegenwasser und Schmutzwasser inzwei separaten Leitungssystemen verstanden.Im Gegensatz zum meist üblichen Mischsystemwird das saubere Regenwasser nicht mit demAbwasser vermischt. Der Vorteil desTrennsystems ist,  dass entgegen demMischsystem im Regenwetterfall dasanfallende Regenwasser nicht der Kläranlagezugeleitet werden muss.

   

Trinkwassernachspeisung

DieTrinkwassernachspeisung speist automatischaus der Trinkwasserleitung Wasser nach. Dieserfolgt nur dann,  wenn wegen zugeringen Wasserständen in der Zisterne keinRegenwasser mehr entnommen werden kann. Bei der Trinkwassernachspeisung istohne Einschränkung die DIN1988 zu beachten.

   

Trinkwasser

DasTrinkwasser wird in Deutschland durch die Trinkwasserverordnungin seinen chemisch-physikalischenEigenschaften definiert und ist meist unterhygienischen und anderen physiologischenParametern ein Wasser hochwertigerQualität.

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W

Wasserhärte

DieWasserhärte bezeichnet den Calcium- und Magnesiumgehalt im Wasserund wird in "Grad deutsche Härte = °dH"angegeben. Da Regenwasser ein besonders weichesWasser ist, eignet es sich zum Beispiel sehrgut für das Wäschewaschen. Durch dengeringen Kalkgehalt  entsteht keine Verkalkungund der Verschleiß der Waschmaschinereduziert bei gleichzeitig geringerem Waschmittelverbrauch.Für das Gießen im Garten ist Regenwassernachweislich besser für das Wachstum von Pflanzengeeignet als Trinkwasser.

    

Z

Zisterne

AlsZisterne bezeichnet man allgemein den in der Regel unterirdischinstallierten Regenwasserspeicher.

   

Zulaufberuhiger

DerZulaufberuhiger führt das gefilterteRegenwasser strömungsberuhigt in dieZisterne. Ein Aufwirbeln der Sedimentschichtwird dadurch einfach und wirkungsvollverhindert.

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