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Dachflächen

Das Regenwasser wird von vielen Faktoren beeinflusst bevor wir es nutzen können. Zum einen durch die Atmosphäre, die Auffangfläche und letztlich durch die Regenwassernutzungsanlage selbst.

Atmosphäre:

Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff Atmosphäre die Lufthülle der Erde. Von Fabriken und Kraftfahrzeugen wird eine Menge an Schadstoffen in die Atmosphäre abgegeben. Durch den Niederschlag wird die Luft gewaschen und die Verunreinigungen finden sich zum Beispiel im Regen oder Schnee wieder. Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Konzentration an verschiedenen Oxiden, organischer und anorganischer Schadstoffe weit unterhalb der Grenzewerte liegen. 

Kriterien für Auffangflächen:

 

  • sofortiges Ableiten der Niederschläge
  • wenige Freisetzungen aus dem Dachmaterial
  • geringe Zurückhaltung von Verschmutzungen
  • intakte Dachentwässerung (Dachrinnen und Fallrohre)

Steile Dächer mit einer Neigung größer 15° sind am besten geeignet. Ideal sind glatte Oberflächen, wie Ziegel, Schiefer oder Kunststoff. Auch Metalldeckungen sind gut geeignet, sollten aber wegen den Ablösungen veredelt sein. Von Nachteil ist eine starke Bewuchsbildung durch Moose und Flechten, Verwitterung der Dachdeckung, große Anhäufungen durch Vogelkot oder sonstiger Stäube. Entscheidend für die Qualität des gesammelten Wassers ist die Beachtung der genannten Punkte, da in extremen Fällen die Verwendung des Regenwassers nur noch eingeschränkt oder nicht mehr empfohlen werden kann. Sollten Sie sich nicht sicher sein, können Sie hier Ihre Kurznachricht an uns senden.

Beispiel:
a) Terrassen und Balkone eignen sich nur eingeschränkt als Auffangflächen
b) Hofflächen, Straßen oder Verkehrswege sind u.a. wegen Öl, Gummiabrieb etc. ungeeignet bzw. erfordern eine besondere Aufreinigungstechnik. 

Problemlose Dacharten / Dachmaterialien:

  • Steildächer mit einer Neigung größer 15° sind gut geeignet.
  • Glatte Dachmaterialien wie z.B. Tonziegel, Betondachsteine, Schiefer und Kunststoffe sind besonders zu empfehlen, da diese Baustoffe einen positiven Einfluss auf das Regenwasser ausüben.
  • Veredelte Metalldächer sind wegen der besonders glatten Oberfläche gut zum Regenwassersammeln geeignet.

 

Problematische Dacharten / Dachmaterialien: 

  • Gründächer, Kiesdächer und Flachdächer sind für das Regenwassersammeln weniger geeignet. Je nach Stärke der Deckschicht können 40% bis 100% Verlust an Regenwasser auftreten. Das Regenwasser wird nicht zügig abgeleitet, sondern verbleibt zum großen Teil auf dem Dach, wo es von den Pflanzen verbraucht wird oder verdunstet.
  • Bei Bitumendächern nimmt das Regenwasser oft eine Gelbfärbung an. Empfehlen würden wir nur den Einsatz für die Toilettenspülung, da die Inhaltsstoffe, die zur Verfärbung führen beim Wäschewaschen, wie bei der Gartenbewässerung stören.
  • Bei Metalldächern die nicht veredelt wurden, können im Speicherwasser erhöhte Metallgehalte festgestellt werden. Das Wasser kann jedoch für die Toilettenspülung und das Wäschewaschen eingesetzt werden.
  • Stark verschmutze Dachflächen sind oft die Folge von "Zugvögel-Landeplätzen" oder stark befahrenen Straßen. Die durch die extreme Menge an Verschmutzungen auftretenden Probleme lassen sich im Falle des Vogelkot oft durch eine neue Anordnung der Hausantenne lösen. oder Straßenstaub verunreinigte Dachflächen. In Ausnahmefällen sollte das Wasser vorher auf mögliche Belastungen untersucht werden.
  • Achtung bei Asbestzement. Dachabdeckungen mit Asbest bei denen gefährliche Asbestfasern enthalten sind, können abgespült werden und im Speicherwasser landen. Dachabdeckungen mit Asbest sollten grundsätzlich saniert werden.
Voraussetzung für die problemlose Nutzung von Regenwasser ist der Einsatz einer Regenwassernutzungsanlage, die nach dem heutigen Stand der Technik geplant und gebaut wurde. So wie die Anlagen und Zubehör von ABW oikoartec GmbH Berlin.