Auro Streichgrund Nr.302 ist eine Naturharz-Dispersion, weiß
pigmentiert, mit sehr feiner Körnung für Anstriche auf allen
neutralen, mineralischen und organischen Untergründen zur
Erstellung eines leicht strukturierten Untergrundes innen.
Volldeklaration von Auro Streichgrund
Nr.302:
Wasser; mineral. Pigmente; Füllstoffe; Dammar; Orangenöl;
Cellulosemehle; Celluloseäther; Natriumbenzoat; Kaliumsorbat;
Leinöl-Standöl; Alkohol; Tenside aus Raps-, Rizinusöl,
Zuckertensid, Lecithine; Rosmarin-, Eucalyptusöl
Farbton Auro Streichgrund
Nr.302:
Weiß, abtönbar mit AURO Vollton- und Abtönfarbe Nr. 330* (bis
zu 5%).
Auftragsverfahren Auro Streichgrund
Nr.302:
Streichen oder Rollen.
Trockenzeit bei Normalklima (20 °C/ 60% rel.
Luftfeuchtigkeit) Auro Streichgrund
Nr.302:
- Oberflächentrocken, überstreichbar: nach frühestens 24
Stunden.
- Für Lasurtechnik: mind. 5 Tage Trocknungszeit
einhalten.
- Endhärte: wird erst nach ca. 4 Wochen erreicht. Während
dieser Zeit schonend behandeln und z. B. Feuchte-,
Schmutzbelastung vermeiden.
- Die Trocknung erfolgt durch Sauerstoffaufnahme, daher
während der Trocknung gut querlüften und auf ausreichenden,
temperierten Luftwechsel achten.
- Hohe Luftfeuchtigkeit, niedrige Temperaturen, hoher
Verbrauch ergeben wesentliche Trocknungsverzögerungen.
Anwendungstechnische Empfehlungen AURO Streichgrund
Nr. 302
1. UNTERGRUND
1.1 Geeignete Untergründe
- Putzflächen, Mauerwerk, Beton, Lehmputz,
Holzfaserplatten, Raufaser.
- Textil-, Strukturtapeten o.ä. können nicht überarbeitet
werden. Auf Glasfasergeweben und Ausbauplatten sind
Probeanstriche durchzuführen um Verträglichkeit zu
prüfen.
1.2 Allgemeine Untergrunderfordernisse für
Auro Streichgrund Nr.302
Der Untergrund muß fest, trocken, sauber, fettfrei, saug-,
haft-, tragfähig, neutral und ohne durchschlagende
Inhaltsstoffe sein.
2. ANSTRICHAUFBAU (ERSTANSTRICH) für AURO
Streichgrund Nr. 302
2.1. Untergrundvorbereitung
Lose sitzende Teile abfegen, entstauben. Sinterhaut,
Schalölreste entfernen. Löcher, Risse, Ausbrüche, etc.
ausgleichen, z. B. mit AURO Wandspachtel Nr. 329* oder dem
Baustoff entsprechendem Material, trocknen lassen. Untergrund
auf Neutralität, Trag- und Saugfähigkeit prüfen.
Benetzungsprobe mit klarem Wasser durchführen. Feuchtigkeits-
und Haftungsprüfung durchführen.
Gipskartonplatten wenn erforderlich reinigen, schleifen und
entstauben. Bei Gipskartonplatten ist die Grundierung vom
Hersteller vorgeschrieben, bitte Herstellerhinweise beachten.
Offene Raufasernähte mit AURO Tapetenkleister Nr. 389
nachkleben und vollständig trocknen lassen.
2.2 Grundbehandlung
- stark oder ungleichmäßig saugende, neu zu behandelnde
oder kontraststarke Untergründe mit AURO Streichgrund Nr. 302
grundieren.
- wegen durchschlagender Inhaltsstoffe, z. B. auf
Holzfaserplatten, unbedingt Vorversuche durchführen.
- für eine farbige Gestaltung empfiehlt es sich, bereits
die Grundierung mit AURO Vollton- und Abtönfarbe Nr. 330*
abzutönen.
- eine Grundierung kann bei intakten, tragfähigen, nur
leicht saugenden und kontrastarmen Untergründen
entfallen.
- mit Pinsel, Bürste oder Rolle gleichmäßig satt auftragen.
Das Werkzeug bei der Verarbeitung nicht ?trocken rollen? und
nach Beendigung gründlich mit AURO Pflanzenseife Nr. 411* und
Wasser auswaschen.
- AURO Streichgrund Nr. 302 ist verarbeitungsfertig, je
nach Untergrundbeschaffenheit und Arbeitsweise kann mit
maximal 10% Wasser verdünnt werden. Wasserzusatz verändert
jedoch den Produktcharakter.
- Für eine farbige Gestaltung kann AURO Streichgrund Nr.
302 leicht mit max. 5% AURO Vollton- und Abtönfarbe Nr. 330*
abgetönt werden
2.3 Schlußbehandlung
- AURO Streichgrund Nr. 302 mit Rolle oder Bürste
gleichmäßig auftragen und nicht ganz ausrollen bzw.
ausstreichen.
- In der Regel reicht bei entsprechend vorbereiteten
Untergründen eine einmalige Behandlung mit Roll-und
Streichputz zur strukturgegebenden Gestaltung aus.
2.4 Überarbeitung von AURO Streichgrund Nr.
302
- kann nach Trocknung nochmals mit AURO Streichgrund oder
Roll-und Streichputz oder mit AURO Wandfarben oder mit AURO
Wandlasurfarben erfolgen.
3. RENOVIERUNGSANSTRICHE
Auf Altanstrichen und bei nicht bekannten
Untergrundeigenschaften unbedingt Vorversuche durchführen, um
Verträglichkeit, Haftung und Tragfähigkeit zu prüfen und
Wechselwirkungen auszuschließen.
3.1 Untergrundart: Festsitzende Altanstriche,
intakte Oberflächen (Instandhaltung).
3.1.1 Untergrundvorbereitung
Untergrund abkehren oder absaugen. Bei starker Verschmutzung
reinigen. Offene Tapetennähte sorgfältig nachkleben,
Kleisterreste entfernen, gut trocknen lassen. Hochbeständige,
scheuerfeste Kunststoffdispersions-Altanstriche (z.B.
Latexfarbe) sind zu entfernen, da Wechselwirkungen nicht
ausschließbar sind.
3.1.2 Grundbehandlung: Eine Grundbehandlung
entfällt bei einem intakten Altanstrich.
3.1.3 Schlußbehandlung: Wie unter 2.3
beschrieben.
3.2 Untergrundart: Leim- , Kalk-, und
schlecht haftende, abblätternde Altanstriche
(Instandsetzung).
3.2.1 Untergrundvorbereitung
Leimfarben, schlecht haftende, abblätternde Kalkfarben und
nicht trag-, nicht haftfähige Anstriche restlos bis auf den
intakten
Unter-grund entfernen. Löcher und Risse ausbessern, z. B. mit
AURO Wandspachtel Nr. 329* oder dem Baustoff
entsprechendem
Material.
3.2.2 weitere Behandlung: Wie unter 2.1 bis
2.4 beschrieben.
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